Die Vorstandschaft der Kreisjägerschaft spricht allen Jägerinnen und Jägern im Landkreis ihren ausdrücklichen Dank und ihre Anerkennung aus.
Die aktuellen Abschusszahlen beim Rehwild haben im zurückliegenden Jagdjahr ein neues Rekordhoch erreicht – ein deutliches Zeichen für das große Engagement und die Verantwortung, mit der die heimische Jägerschaft ihrer Aufgabe nachkommt. Noch nie wurden im Landkreis in einer Abschussplanperiode so viele Reh erlegt.
In allen Hegegemeinschaften konnten die Streckenergebnisse gegenüber den Vorjahren nochmal erheblich gesteigert werden:
Hegegemeinschaft
Abschussperiode 2012
Abschussperiode 2024
HG Aurachgrund
783 Stück
1.158 Stück (Soll: 1.199)
HG Seebachgrund
1.604 Stück
2.442 Stück (Soll: 2.280)
HG Aischgrund
1.241 Stück
1.480 Stück (Soll: 1.407)
HG Weisachgrund
1.470 Stück
2.043 Stück (Soll: 1.910)
Gesamt
5.098 Stück
7.123 Stück ( + 2.025)
Diese Zahlen belegen eindrucksvoll, dass die Jägerinnen und Jäger ihrer Verantwortung für einen angepassten Wildbestand gerecht werden.
Mit hohem persönlichem Einsatz, oftmals unter schwierigen Bedingungen und mit erheblichem Zeitaufwand, leisten sie einen wichtigen Beitrag zum Gelingen des dringend notwendigen Waldumbaus hin zu stabilen, klimafesten Mischwäldern.
Der Vorstand der Kreisjägerschaft, vertreten durch Herrn Barth, betont jedoch, dass der Waldumbau nicht allein durch die Jagd gelingen kann. „Eigentum verpflichtet“, mahnte Barth.
Es könne nicht sein, dass pauschal die Jagd kritisiert oder gar verteufelt werde, wenn gleichzeitig waldbauliche Maßnahmen unterbleiben. „Wenn kein Licht gemacht wird, kann im Wald auch nichts wachsen“, so Barth weiter.
Zahlreiche Waldbesitzer seien bereits aktiv dabei, ihre Bestände durch Durchforstung, Naturverjüngung und gezielte Pflanzungen zukunftsfähig umzubauen. Dafür gebühre Ihnen Anerkennung und Unterstützung durch die Jägerschaft.
Gleichzeitig gebe es jedoch noch immer viele Flächen, auf denen notwendige Maßnahmen ausblieben. Hier appellierte Herr Barth an die Verantwortung der Eigentümer, ihren Teil zur Entwicklung stabiler Wälder beizutragen. Weiterhin gab er zu bedenken, dass die Jagd mehrere Aufgaben erfülle: Neben der Regulierung des Rehwildbestandes gehören Hege, Wildschadensvermeidung, Biotoppflege sowie der Erhalt eines artenreichen und gesunden Wildbestandes zu den Kernaufgaben der Jägerschaft. Es müsse Wildschaden durch Schwarzwild in Feld und Flur begrenzt werden, ebenso wie Schaden durch Kormorane in der Teichwirtschaft. Der Rehabschuss sei dabei eine wichtige, aber eben nicht die einzige Aufgabe.
Die Kreisjägerschaft Höchstadt e.V. setze weiterhin auf einen sachlichen und partnerschaftlichen Dialog und eine gute Zusammenarbeit zwischen Jägerschaft, Waldbesitzern und Behörden. Nur gemeinsam mit allen Beteiligten könne man der Mamut Aufgabe, den Wald fit für die Zukunft zu machen, gerecht werden.
Die Jahreshauptversammlung findet am 27.03.2026 im Gasthaus zur Sonne in Lonnerstadt statt. Beginn ist 18.00Uhr.
Die Einladung hierzu sind heute versendet worden. Es sind alle Mitglieder recht herzlich eingeladen.
Hegeschau
Die Hegeschau für den Landkreis Erlangen – Höchstadt findet am 24.04.2026 im Gasthaus zur Sonne im großen Sonnensaal statt. Beginn ist hier 18.00Uhr.
Hierzu werden alle Jagdpächter durch das Landratsamt eingeladen. Die Hegeschau ist eine öffentliche Veranstaltung und kann gern von jedem Jäger besucht werden.
Der Infoabend für den diesjährigen Hundekurs findet am 12.03.2026 um 18.00 Uhr im Gasthaus Schuh in Dondörflein statt.
Beginn mit dem Grundkurs wird der 02.04.2026 sein, der Brauchbarkeitskurs wird am 04.06.2026 starten.
Am Brauchbarkeitskurs teilnehmen können ausschließlich Hunde, die über eine JGHV Zulassung verfügen. Dies ist bereits zum Beginn des Brauchbarkeitskurses als zwingende Voraussetzung gegeben!!
Durchsetzung von Forderungen nach Schmerzensgeld oder Verdienstausfall nach einem Jagdunfall.
Abwehr von Schadensansprüchen im Zusammenhang mit Wildschäden.
Streitigkeiten im Zusammenhang mit einem Kaufvertrag, etwa beim Kauf einer Waffe.
Streitigkeiten mit dem Verpächter im Zusammenhang mit dem Pachtvertrag.
Auseinandersetzungen wegen der Sozialversicherung, Arbeitslosenversicherung oder Arbeitsvermittlung zum Beispiel im Rahmen einer Berufs- und Erwerbsunfähigkeit in Zusammenhang mit einem Jagdunfall.
Streitigkeiten im Zusammenhang mit dem Entzug oder der Wiedererlangung der Waffenbesitzkarte oder des Jagdscheins.
Für die Verteidigung des Vorwurfes, eine Straftat fahrlässig begangen zu haben, zum Beispiel beim Vorwurf auf Körperverletzung.
Versicherungsschutz bei Vorwurf von Vorsatz zum Beispiel bei unerlaubtem Waffenbesitz. Wird der Versicherungsnehmer allerdings wegen Vorsatz verurteilt, muss er der Rechtsschutzversicherung die Kosten zurückerstatten.
Für die Verteidigung des Vorwurfs, eine Ordnungswidrigkeit begangen zu haben, zum Beispiel wenn jemand seien Waffe nicht ordnungsgemäß befördert hat und ein Bußgeld fällig wird. Bei Ordnungswidrigkeiten ist der Vorsatzvorwurf immer mitversichert.
Jagdrechtsschutz besteht auch im Ausland, z.B. bei Jagdreisen, bis zu 6 Wochen. Weltweit!
Auf Nachfrage unserer Seite sind hier auch explizit etwaige Verfahren rund um die Abschussplanung abgedeckt.
Die Kreisjägerschaft Höchstadt lud am 27.9.2024 nach Großenseebach zum Waldgipfel. Anlass war die anhaltende Thematik der schlecht ausfallenden Forstlichen Gutachten. So wurden neben Politik und Ehrengästen vor allem der Fokus auf die beteiligten Interessengruppen gelegt und vor allem Jagdgenossenschaften und Jagdpächter geladen.
Der Einladung folgenden etwas mehr als 100 Personen, wovon immerhin 20% der anwesenden Gäste der Gruppe der Jagdgenossen anhörte. Die Jagdhornbläser des BläserCorps Herzogenaurach begrüßten die Gäste musikalisch und mit einigen Stücken. Danach folgten die Grußworte der anwesenden Politkern aus Landtag und Landkreis. Sie allen wünschten Sich, eine gemeinsame Lösung und Zusammenarbeit zwischen Jägern und Jagdgenossen.
Vorstand der Kreisjägerschaft Rene Barth fand einige einleitende und ernste Worte – er begrüßte insbesondere die Jagdgenossen, welche mit Ihrem Besuch dieses Gipfels den Willen zur Dialogbereitschaft gezeigt haben. Barth weiter: „…Wir haben ein Problem und bis jetzt keine wirkliche Lösung!…“.
So sei die Bilanz der forstlichen Gutachten immer gleich – trotz zum Teil massiv gestiegener Abschusszahlen, sei der Verbiss der Jungpflanzen zu hoch. So würden die Jäger – aufgrund staatlicher Vorgaben – in Bereichen der Kreisjägerschaft mehr als 700 Rehe im 3 Jahresabschussplan mehr schießen als vor 20 Jahren, aber dies mache sich in den Aufnahmen der Forstlichen Gutachten kaum bemerkbar.
Aufgrund der Forstlichen Aufnahmen tendiere man immer weiter von Seiten der Behörde dazu, den Abschuss in die Höhe zu treiben. Barth machte darauf aufmerksam, dass diese Behandlung des Patienten Wald seit 20 Jahren mit immer derselben Medizin vorgenommen werde und dies zu keiner Änderung der Situation führe, man müsse über grundlegende neue und ideologiefreie Ansätze nachdenken, welcher auch für alle beteiligten praktikabel bleibe. Dabei nahm er „seine“ Jäger genauso in die Pflicht Ihren Teil beizutragen wie auch die Gruppe der Waldbauern Ihren Teil beitragen müssten.
Man habe noch unter dem ehemaligen Vorstand Michael Welker zusammen mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten an einem Konzept der Schwerpunktbejagung gearbeitet und führe das nun in Kooperation mit dem Amt fort. Barth forderte am Ende seiner Rede einen offenen, ehrlichen und verständnisvollen Dialog zwischen den Beteiligten. „Jeder von Ihnen verdient Respekt, für das was er im Rahmen seiner Möglichkeiten, für unsere heimische Fauna und Flora tut. Nur wenn Sie gemeinsam vor Ort in den Revieren eine Lösung finden, werden wir etwas bewegen können. Es liegt an Ihnen allen, gemeinsam und zusammen.“
Es folgten 3 weitere Vorträge der Referenten Hr. Reiner Seifert (AELF), Fr. Ramona Fehrringer (Bayerischer Jagdverband) und Hr. Boris Segmüller (Rechtsanwalt und Jäger). Hr. Seifert vom Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten ging in seinem Vortrag auf die aktuelle Situation der Bäume im Wald ein, welche z.T. massiv mit den folgen des Klimawandels und der Dürre zu kämpfen hätten. Mittelfristig werden Kiefer und Fichte den klimatischen Bedingungen nicht mehr standhalten können. Es erfordert einen konsequenten und massiven Umbau des Waldes hin zu klimastabilen Wäldern. Seifert machte unter anderem darauf Aufmerksam, dass die Rot- und Stieleichen die Baumarten sind, auf die es im Jahre 2100 ankomme, weiterhin habe man von Forstverwaltung sich Regionen mit den klimatischen Bedingungen angesehen, dies sei vor allem der Bereich um Südfrankreich. Verschiedene Baumarten wie Eiche, Esskastanie und Speierling werden die Baumarten sein, die mit den zukünftigen klimatischen Bedingungen zurechtkommen werden. Seifert konsultierte: „Wer streut, Rutscht nicht!“ und zeigte so den Waldbauern mögliche Ansätze für den Waldumbau. Seine Förster stehen für Fragen und Beratungen jederzeit zur Verfügung. Weiterhin ging er auf die Jagdstrategie >Schwerpunktbejagung< ein, und zeigte auf, welche Möglichkeiten die Waldbauern und Jäger haben.
Fr. Fehrringer vom Bayerischen Jagdverband – selbst studierte Forstingenieurin und als Försterin tätig – stimmte in Ihrem Vortrag dem Vorredner Hr. Seifert in vielen Dingen zu, zeigte aber auch auf, welche Möglichkeiten Jäger und Jagdgenossen haben, das Rehwild im Wald zu lenken. Sie sprach sich für eine straffe Bejagung des Rehwildes aus, gleichzeitig sei es aber nicht die Aufgabe der Jäger, jedes Reh, welches in Anblick kommt zu erlegen. Sie verdeutlichte ebenso wie Vorstand Rene Barth, dass die Aufgabe der Jäger sei, einen gesunden und tragfähigen Bestand der jeweiligen Art zu hegen. Dafür gäbe es sehr viele gesetzliche und waidmännische Regeln, welche die Jäger beachten müssten. Zielführender sei es, die Rehe aus dem Verjüngungen herauszuhalten, dies gelänge nur teilweise mit Abschüssen an diesen Flächen, wichtig wäre auch alternative Angebote wie Wildäcker zu schaffen, um Rehe dauerhaft zu binden. Fehrringer sprach sich weiterhin dafür aus, die erforderlichen Abschüsse auf mehrere Schultern zu verteilen, hier seien alle beteiligten gefordert, die Jagdgenossenschaften, weitere „Begehungsscheine“ zu erlauben, und Jagdpächter Ihre Reviere entsprechend zu öffnen. 2.800 Absolventen hätten letztes Jahr allein in Bayern in den Jagdkurs erfolgreich absolviert und Ihren ersten Jagdschein gelöst.
Als letzter Referent beleuchtet RA Boris Segmüller in seinem kurzen Vortrag die Ermittlung und Festsetzung der 3 Jahres Abschusspläne für Rehwild. Segmüller stellte die drei rechtlichen Phasen, welche zur Ermittlung und Erfüllung des Abschussplanes durchlaufen werden vor.
Zu Letzt stand eine Fragerunde auf der Tagesordnung. Die Teilnehmer brachten Sich zahl- und wortreich mit verschiedenen Fragen und Meinungen ein. Der als Ehrengast geladene Vorsitzende der Jägervereinigung Neustadt Aisch – Norbert Wanka – sprach sich für eine Änderung des Forstlichen Gutachten weg von einem Negativ Gutachten hin zu einem Positiv Gutachten aus – „es zählt was durchkommt und nicht was verbissen wird.“ Weiterhin ermahnte er die anwesenden Jäger, in die Abschusspläne die realen Zahlen einzutragen. Viele Jagdpächter würden mehr erlegen, gäben dies aber aus Angst nicht an, da diese befürchten müssen, auf diese Zahlen festgesetzt zu werden. Weiterhin konsultierte Wanka der Kreisjägerschaft einen gelungenen Abend organisiert zu haben.
Alle waren sich einig, dass man in die Zukunft schauen müsse und eine Lösung gemeinsam erarbeiten sollte. Über eine Stunde hinweg tauschten sich die anwesenden Gäste über verschiedene Aspekte aus. Erfreulich stellte Rene Barth fest, dass diese Fragerunde sachlich, geordnet und respektvoll ablief, es sei jede Wortmeldung gehört worden. Es sei ein guter Anfang gemacht, dieser sei jetzt von den Beteiligten Gruppen mit Leben zu füllen. Die Kreisjägerschaft bemühe sich weiterhin zu vermitteln und sei mit allen beteiligten Parteien gesprächsbereit. Man wolle die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten fortsetzen, so Barth abschließend.
Wir freuen uns dass wir den Posten des Hundeobmanns neu besetzen konnten.
Ab sofort ist Hr. Mirko Barnickel der neue Hundeobmann der Kreisgruppe Höchstadt. Hr. Barnickel ist ein erfahrener und zertifizierter Hundetrainer, besitzt seit 2014 die nach §11 TschG nötigen Zeugnisse und ist seit 2019 Verbandsrichter im JGHV. Wir freuen uns Ihn für die Kreisgruppe gewonnen zu haben.
Wann und wie schnell wir einen Brauchbarkeitslehrgang anbieten können, ist aktuell in Klärung. Wir werden dies zeitnah bekanntgeben, sobald alle organisatorischen Fragen geklärt sind.
Am 16.3.2024 übernahm Hr. Jannik Schulz den Posten des neuen Hegegemeinschaftsleiters des Unteren Aischgrunds. Hr.Jürgen Peßlers ist in die Rolle des stellv. Hegegemeinschaftsleiters gewechselt.
Wir wünschen Jannik Schulz viel Erfolg bei seiner neuen Aufgabe und viel Waidmannsheil
nach der super Resonanz und des ausgebuchten ersten Vortragsabend, wurde beschlossen noch dieses Jahr einen weiteren Vortrag zu organisieren. Daher möchten wir einladen, zum einem 2. Vortragsabend zum Thema Waffenrecht: Notwehr, Notstand und Nothilfe.
Wir haben Hr. Rechtsanwalt Segmüller aus Nürnberg für diesen 2. Abend wieder gewinnen können. Geplant ist ein Vortrag mit anschließender Diskussionsrunde, in welcher Hr. Segmüller auf Fragen eingeht.
Auch dieses mal findet die Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Schützengilde 1608 Höchstadt im dortigen Vereinsheim statt, ebenso sind natürlich auch die Mitglieder der Schützengilde zu diesem Vortrag eingeladen.
Wer daran teilnehmen möchte, meldet sich bitte bei Rene Barth an. Der Vortrag selbst ist kostenlos, lediglich die vorhanden Plätze sind limitiert. Für das leibliche Wohl ist auch dieses mal gesorgt.
Der Vortrag findet am Mittwoch, den 4.10.2023um 19.00Uhr im Vereinsheim der SG 1608 statt.